Die Feuerwehrgeschichte in Auszügen

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Dörfling

Gemälde von Eugene Burnand
Die landesweite Entwicklung im 19. Jahrhundert begünstigte auch in der Gemeinde Michelsneukirchen die Bildung freiwilliger Feuerwehren. So wie auf obigem Gemälde des Schweizer Malers Eugène Burnand "Die Dorffeuerwehr auf dem Weg zum Brandherd" aus dem Jahr 1880 dürfte es wohl ausgesehen haben, wenn sich die Löschtrupps des 19. Jahrhunderts auf den Weg zu Brandbekämpfung machten. Mit spärlichem Gerät und heute überholter Ausrüstung versuchte man Feuersbrünste in den Griff zu bekommen, was in den meisten Fällen nur in begrenztem Maße gelungen sein dürfte.

Die Michelsneukirchener Wehr wurde 1874 gegründet und war die erste organisierte Wehr der Gemeinde. Ein Verzeichnis aus den Jahren vor 1895 weist folgenden Bestand von Feuerlöschgeräten für Michelsneukirchen und Dörfling auf:

1 große Saug- und Druckspritze,Feuerhaus
1ein-rädige Druckspritze
1 Buttenspritze, bei Schmied in Dörfling (Anwesen Lugauer)
2 Handspritzen
2 Hackenleitern, Feuerrequisitenhaus
5 Dachleiternan der Friedhofsmauer unterm Dach
1 Direktionsfahne
2 Signalhörner
1 Kommandantenhuppe bei  Hauptmann Blab
1 Obersteigerhuppe bei Obersteiger
5 Steigerausrüstungen, Löschrequisitenhaus
189 m Hanfschläuche mit Normalgewinde
30 m Hanfschläuche ohne Normalgewinde

Wie die Aufstellung zeigt, verfügte die Michelsneukirchener Feuerwehr über einen für die damaligen Verhältnisse durchaus guten Ausrüstungsstand. Allerdings sah sich die großflächige Gemeinde (3134 ha) bald Forderungen ihrer Dörflinger Bürger, vertreten durch das königliche Bezirksamt Roding, gegenüber, die sich wohl aufgrund der Ausstattung mit nur einer Buttenspritze in Dörfling hinsichtlich des Feuerschutzes benachteiligt fühlten. Allerdings stand den Dörflingern ein langer Kampf um die Bewilligung von Geldern für eine Feuerspritze bevor.

Am 17. Januar 1895 lehnte der Gemeindeausschuss unter Vorsitz des damaligen Bürgermeisters Baptist Simmel zum ersten Mal die Anschaffung einer Feuerspritze für Dörfling ab, mit folgender Begründung:

17. Januar 1895
„Es könne dem Vorschlag des kgl. Bezirksamtes Roding vom 4. Januar laufenden Jahres für Dörfling eine fahrbare Saug- und Druckspritze anzuschaffen nicht entsprochen werden. In Dörfling mit Umgebung besteht nur mit Ausnahme von Woppmannsdorf, welches 6 Anwesen in einem Complege aufweist, aus vereinzelten Gehöften, zu welchen Gehöften im Brandfalle Fuhrwerke schwer zu bringen sind, indem die Gegend bergig ist. Wenn nun auch eine fahrbare Feuerspritze sich dort befände, so würde es dem einzelnen Hof wenig nützen, weil die Spritze nach geraumer Zeit erst eintreffen könnte. Im ganzen näheren Bezirke Dörfling mit Woppmannsdorf befinden sich selten zwei Pferde, welche dann auch nicht immer zur Hand sind. Was aber noch mehr ins Gewicht fällt, ist, daß die Gegend, mit einigen Ausnahmen von Woppmannsdorf, ohne irgendwelche Wasseranlagen ist, und solche auch hart anzubringen sind. Die in Dörfling untergebrachte tragbare Buttenspritze, die leicht überall hin geliefert werden kann und vortrefflich ist, thut für die zerstreute unwegsame Gegend weitsbessere Dienste, als eine fahrbare Saug- und Druckspritze. Zudem befinden sich in Michaelsneukirchen zwei gute Maschinen und bei der bewährten Haltung der freiwilligen Feuerwehr Michaelsneukirchen sind diese Maschinen schneller am Platze als eine in Dörfling untergebrachte. Eine Saug- und Druckspritze in Dörfling könnte höchstens für die etwa 10 oder 11 Gebäude von Dörfling und Woppmannsdorf einigermaßen von Nutzen sein..“

Damit war das Anliegen der Dörflinger abgewiesen. Die Gegend sei bergig, biete kein Wasser und Pferde gäbe es auch keine. Im Brandfall bedeutete dies wohl unweigerlich das Ende für jedes Anwesen in und um Dörfling. Aus diesem Grund wurde fünf Jahre später der Antrag wiederholt und ausgeweitet, und zwar um die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr für Dörfling. Die Gemeindeausschußsitzung ergab folgendes Ergebnis:

29. Juni 1900
„Es sei von der Errichtung einer Feuerwehr für Woppmannsdorf und Umgegend und Beschaffung einer Feuerspritze dahin abzusehen, da keine Lust unter den Bewohnern daselbst besteht, eine Feuerwehr zu bilden und alle Ortschaften so weit auseinander liegen. Eine Feuerspritze dafür ist nicht sehr notwendig, da in Michaelsneukirchen zwei Spritzen/fahrbare, stehen und in Dörfling eine Handspritze und in nächster Nähe in Kalsing und Trasching freiwillige Feuerwehren bestehen.“

Noch einmal wurde im Mai 1901 eine Gemeindevisitation abgehalten, die ergab, dass die Anschaffung der Feuerspritze wiederum verwehrt wurde. Gleichzeitig wurde von der Gemeindeverwaltung die Errichtung eines Armenhauses in Dörfling abgelehnt. Finanzielle Mittel der öffentlichen Kassen scheinen schon damals knapp und schwer zu bekommen gewesen zu sein.

Hatten die Dörflinger laut Gemeindeprotokoll noch im Jahr 1900 keine Lust, eine Feuerwehr zu gründen, so hatte sich die Situation ein Jahr später anscheinend grundlegend verändert.

Am 28. Juli 1901 versammelten sich 29 Männer aus Dörfling und Umgebung, um eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Das Gründungsprotokoll fehlt. In einem Schreiben des Bezirksamtes Roding vom 17. August 1926 an die Gemeindeverwaltung Michelsneukirchen wird auf dieses Protokoll verwiesen und daraus wörtlich zitiert: „Sämtliche Unterzeichnete gründen mit dem Heutigen eine freiwillige Feuerwehr mit dem Sitze Dörfling.“ Die Mitgliedsliste ist erhalten.

Grundliste der freiwilligen Feuerwehr Dörfling

I.Chargen

Denk Johann,Bauer,Dörfling, 10. April 1852, Vorstand
Janker Michel, Bauer, Hutting, 10. Dezember 1865, Kommandant
Kerscher Johann, Bauer, Eidengrub, 20. Juni 1850, Adjutant, Ausgetreten +
Kraus Michael, Lehrer, Dörfling, 12. März 1869, Schriftführer, Verzogen nach Wolkering
Lugauer Wolfgang, Schmiedmeister, Dörfling, 11. März 1852, Zeugwart, Ausgetreten
Schichtl Joseph, Bauer, Hutting, 18. August 1856, Kassier, Ausgetreten
Rittler Michael, Schreiner, Dörfling, 5. März 1868, Signalist, Verzogen nach Trasching

II.Mannschaften

a, Steiger

Janker Johann, Zimmermann, Hutting, 22. Febr. 1864, Rottenführer
Heubeck Joseph, Zimmermann, Woppmannsdorf, 3. März 1862, Steiger
Meister Alois, Wagner, Woppmanssdorf, 26. Febr.1869
Stäubl Joseph, Häusler, Woppmannsdorf, 10. März 1877
Stoiber Johann Bapt., Schmied, Woppmannsdorf, 9. April 1877
Piendl Karl, Söldnerssohn, Woppmannsdorf, 15. Febr. 1875, z.Zt. als Sturmmann in Belgien
Denk Johann jun., Bauer(ssohn), Dörfling, 10. Nov. 1883, z.Zt. beim Militär, wieder im Dienste

b) Spritzenmänner

Paulus Michael, Bauer, Woppmannsdorf, 8.5.1868, Rottenführer, Verzogen nach Kagerhof
Aschenbrenner Georg, Söldner, Eidengrub, 13.4.1856, Nun Ordnungsmann
Aschenbrenner Peter, Wirt, Woppmannsdorf, 21.05.1859, Gestorben
Bauer Georg, HäuslerElend, 21.1.1863, Ausgetreten
Hecht Joseph, Inwohner, Woppmannsdorf, 26.1.1846, Gestorben
Janker Johann, Bauer, Wolletsthal, 9.9.1853
Janker Georg, Bauerssohn, Wolletsthal, 26.2.1883, Verzogen
Kerscher Georg, Müller, Eidengrub, 29.10.1875, Verzogen nach Wiesing
Krottenthaler Johann B., Bauer, Hutting, 20.2.1877
Schaller Georg, Bauer, Wolletsthal, 5.4.1862
Schießl Joseph, Bauer, Elend,19.8.1867, Gestorben

c) Ordnungsmänner

Schmidbauer Mathias, Müller, Neudeck, 25. Jan.1863
Paulus Georg, Müller, Woppmannsdorf, 25. Nov.1852
Wiesmüller Johann, Häusler, Woppmannsdorf, 1.11.1851, Ausgetreten
Stäubl Michael, Häusler, Woppmannsdorf, 14. Sept.1844, Sanitäter

Die Freiwillige Feuerwehr Dörfling gab sich folgende Satzung, die für heutige Leser recht militärisch erscheinen mag:

Satzungen der freiwilligen Feuerwehr Dörfling (Auszüge)

Bezirksamt Roding, Oberpfalz

§1 Der Zweck der Feuerwehr ist geordnete Hilfe bei Feuergefahr.
§4 Die ordentlichen Mitglieder unterziehen sich einer militärischen Organisation und einer einfachen Uniformierung.
§ 5 Dieselben teilen sich in
a)Steiger
b)Spritzenmänner und
c)Ordnungsmänner
§ 6 Zur Aufnahme in den Verein sind notwendig:
Unbescholtener Ruf
Zurückgelegtes 18. Lebensjahr und
Körperliche Befähigung
§ 7 Die Meldung zum Eintritt in den Verein geschieht bei dem Hauptmann. Die Aufnahme erfolgt dann mit Ablegung des Handgelöbnisses in öffentlicher Versammlung des Verwaltungsrats.
Über die Aufnahme entscheidet lediglich der Verwaltungsrat und ist derselbe nicht verpflichtet, seine Gründe über Verweigerung der Aufnahme anzugeben.
§ 8 Jeder Neueintretende bezieht Aufnahmeurkunde, Satzungen u. die Dienstordnung, dann gegen Haftschein die Ausrüstung.
§ 9 Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr haben das Recht und die Pflicht, bei Feuergefahr die Rettung von Menschen und Eigentum, sowie das Löschgeschäft zu besorgen.
§ 10 Jedes Mitglied der freiwilligen Feuerwehr verpflichtet sich im allgemeinen zur vollkommenen Erfüllung der übernommenen Verbindlichkeiten und insbesondere zur genauen Befolgung der Dienstinstruktion.
§ 11 Wer sich gegen die übernommenen Verpflichtungen verfehlt, wird dafür nach Maßgabe der Dienstinstruktion zur Rechenschaft gezogen.
§ 12 Zur Bestreitung der Kosten zu den Vereinszwecken besteht eine Vereinskasse.
§ 13 Die Mittel der Kasse bestehen: in Vermächtnissen, sowie in freiwilligen Spenden u. Geschenken von Behörden etc. in den Beiträgen der ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder.
§ 14 Der Austritt aus dem Verein kann nur nach Ablieferung der Ausrüstungsgegenstände gestattet werden. Über den in der Dienstordnung vorgesehenen Ausschluß, der außerdem auch bei unehrenhaftem Benehmen in und außer dem Verein, wobei bei mindestens dreimonatlichem Rückstand in der Bezahlung der Beiträge erfolgen kann, entscheidet der Verwaltungsrat.
§ 15 Die freiwillige Feuerwehr steht unter der Leitung  eines aus 8 Mitgliedern zusammengesetzten Verwaltungsrates:
1)aus dem Vorstand
2)aus dem Hauptmann
3)aus dem Adjutanten
4)aus dem Schriftführer
5)aus dem Kassier
6)aus dem Zeugwart
7)aus den beiden (Rottenführern) Zugführern
§ 25 Alljährlich findet im Monat Juli (Januar oder Februar) eine ordentliche Generalversammlung statt, in welcher der Verwaltungsrat einen Rechenschaftsbericht über den Stand und die Leistungen der Feuerwehr im abgelaufenen Jahr zu erstatten hat. In dieser Generalversammlung kommen Anträge auf Abänderung der Satzungen auf die zu veröffentlichende Tagesordnung. Anträge müssen zur Beratung gebracht werden, wenn sie dem Verwaltungsrate  wenigstens 8 Tage vorher schriftlich angezeigt und mindestens von einem (Fünftel) Viertel der Mitglieder unterstützt sind.

Schon bald nach der Gründung ging der Streit darum, die Wehr mit dem notwendigsten Gerät auszurüsten, weiter. Im Januar 1902 stellte die FFW Dörfling einen neuen Antrag auf die Feuerspritze. Der Gemeindeausschuss kam zu dem Entschluss, eine Gemeindeversammlung abzuhalten. Dort wurde den Dörflingern ein einmaliger Zuschuss von 300 Mark für die Spritze zuerkannt und „50 Mark für alle weiteren Eventualitäten“ zugesichert, und zwar unter der Bedingung dass die FFW Dörfling „keine weiteren Anträge an die Gemeinde stellen“ würde. In einer weiteren Gemeinderatssitzung vom 09. März 1902 wurde der Zuschuss jedoch wiederum abgelehnt, „indem in der nächsten Umgegend zu Kalsing, Zimmering, Trasching und Au bereits organisierte Feuerwehren bestehen.“

Ohne Löschgeräte hätte die FFW Dörfling jedoch wohl ihre Daseinsberechtigung verloren. Also ging man daran, die Auseinandersetzungen um den Zuschuss für sich zu entscheiden. Dies geschah schließlich im April 1902. Aus einem Schreiben des Bezirksamtes Roding an die Gemeinde Michelsneukirchen geht hervor, dass die Gemeinde Ende März doch noch den Zuschuss bewilligt hatte und sie nun dafür zu sorgen hätte, dass dieser tatsächlich in die Hände der Dörflinger Wehr gelangte.

Schließlich hatte es die FFW Dörfling also doch noch geschafft, finanzielle Mittel der Gemeinde zu erhalten. Es wurde eine Handspritze mit dem dazugehörigen Schlauchmaterial im Wert von 1090 Mark der Firma Paul Ludwig in Nürnberg angeschafft, was bei einem Zuschuss der Kommune von nur 300 Mark einen enormen Aufwand für die Dörflinger bedeutete. Aus diesem Grund und wohl auch wegen der Krise des Ersten Weltkrieges konnte die Dörfliner Feuerwehr diese Schuld erst in den Dreißiger Jahren abtragen. Aus einem Schreiben der Firma Paul Ludwig geht für das Jahr 1926 eine Restschuld von immer noch 636 Goldmark hervor. Die Spritze befindet sich allerdings immer noch im Besitz der Dörflinger und ist heute noch in einem tadellosen Zustand.
 
Die Feuerwehrspritze von 1902
Die Dreißiger Jahre brachten auch für die Dörflinger einige Veränderungen mit sich. Am 1. Januar 1936 wurde die FFW Dörfling dem Namen nach aufgelöst und in die Michelsneukirchener Wehr eingegliedert zur „Freiwilligen Feuerwehr, Bezirksamt Roding, mit den Abteilungen Michaelsneukirchen und Dörfling“. Die Führungspositionen der Feuerwehr wurden an die bisherigen Amtsträger der FFW Michelsneukirchen vergeben, nur der Dörflinger Zeugmeister durfte seinen Dienstgrad beibehalten. „Die Verwaltungsdienstgrade der bisherigen selbständigen  freiw. Feuerwehr Dörfling sind mit dem 31.12.1935 aus dem Amt geschieden und haben die Akten der Führung der freiw. Feuerwehr Michaelsneukirchen übergeben“, wie aus einem Schreiben des Bayerischen Landes-Feuerwehr-Verbandes vom 29.04.1936 hervorgeht. Nur der Dörflinger Kommandant durfte sich noch „Abteilungsführer“ nennen. Immerhin durften zumindest die hart erkämpften Ausrüstungsgegenstände in Dörflinger Besitz bleiben.

Für manchen um Selbstständigkeit von der „Oberen Gemeinde“ bemühten Dörflinger Bürger dürfte dies wohl ein Rückschritt gewesen sein. Allerdings bestand die Dörflinger Wehr, wenn auch als Abteilung weiter und ging, so weit aufgrund des Zweiten Weltkrieges überhaupt möglich, ihren Aufgaben weiter nach.

Nach dem Ende des Krieges und der Niederschlagung der Nazidiktatur fand man sich gleich wieder zusammen und gründete die Freiwillige Feuerwehr Dörfling am 03. November 1946 auch offiziell neu.

Aus dem Protokollbuch geht folgender Bericht hervor:

Dörfling 03.11.46

Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dörfling
Am 13. Oktober 1946 nachmittags 3.00 wurde im Gasthaus Dengler – Woppmannsdorf eine Versammlung zur Neugründung der Freiwilligen Feuerwehr Dörfling einberufen. Von der Gemeinde waren hierzu erschienen: Herr Bürgermeister Knott und Herr Groß – Zwinger. Bürgermeister Knott eröffnete die Versammlung und begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder der ehemaligen Feuerwehr, sowie jene, die sich zur Neuaufnahme eingefunden hatten. Sodann sprach er in frischer Weise über Notwendigkeit und Bedeutung der Feuerwehr. Die hierauf registrierten neuen Mitglieder einigten sich auf Herrn Josef Denk – Dörfling als vorläufigen Kommandanten. Unter seiner Leitung erfolgte sogleich die Wahl des Verwaltungsrates, die folgendes Bild ergab. Es wurde gewählt zum:

Kommandanten: Denk Josef
Adjutanten:Niklas Albert – Wieden
Kassier:Stoiber Georg – Woppmannsdorf
Schriftführer:Niklas August – Wieden
Zeugwart:Schuierer Josef – Eidengrub

Nicht nur für Dörfling waren die Nachkriegsjahre schwierig. Dies bedeutete, dass es bis zum Jahr 1954 dauerte, bis die Wehr finanziell in der Lage, sich die erste – gebrauchte – Motorspritze, eine TS 8 zu kaufen. Insofern hatte man sich über 30 Jahre lang mit der alten Spritze beholfen, wenn es darum ging, Brände zu bekämpfen. Noch im selben Jahr wurde ein Anhänger gebaut, auf dem auch das Schlauchmaterial und die übrige Ausrüstung Platz hatten. Ein großer Nachteil war, dass man für den Transport des Gerätes auf einen Schlepper zurückgreifen musste. Im Vergleich zu den Jahren vorher hatte man jedoch große Fortschritte gemacht.

Diese gebrauchte TS 8 Spritze tat nicht sehr lange ihren Dienst. Bereits im Jahr 1957 musste man wieder Geld locker machen und diesmal eine neue TS 6 mit VW-Motor anschaffen. Diese wurde im Zuge einer großzügigen Spende der Gemeinde Michelsneukirchen zum 75-jährigen Gründungsfest der FFW Dörfling im Jahr 1975 durch eine TS 8 im Wert von 11.000,- DM ersetzt, die bis 1996 reibungslos funktionierte und erst dann durch eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 erneuert wurde.